Ev.-Lutherische Christus-Kirchengemeinde Hagen

Erbauung

Die Christuskirche wurde in der Zeit von 1896 – 1898 nach Plänen des Regierungsbaurates Karl Siebold aus Bielefeld gebaut. Es war der dritte evangelische Kirchbau auf dem Gebiet der damaligen Stadt Hagen.

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Am 10. März 1898 wurde die Kirche durch den Generalsuperintendenten D. Nebe aus Münster eingeweiht. Zur Einweihung stiftete die Kaiserin Viktoria Auguste eine prachtvolle Bibel mit der eigenhändigen Inschrift: „Der Christuskirche in Eilpe zur Einweihung am 10. März 1898 – Phil. 1,21 „Christus ist mein Leben, Sterben ist mein Gewinn“.

Die Kirche wurde im neugotischen Stil als dreischiffige Hallenkirche mit vier Jochen gebaut. Das Chorjoch mit Apsis wird symmetrisch von zwei Sakristeien flankiert. Das Hauptschiff hat innen eine Länge von 26m und eine Breite von 12,50m, die Seitenschiffe eine Breite von 2,80m. Das Hauptschiff hat ein Sterngewölbe und die Seitenschiffe Kreuzkappen.

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Der Kirchturm wurde der Kirche vorgesetzt und ist 52m hoch. Errichtet wurde die Kirche in rauem Bruchsteinwerk. Über den Seitenschiffen gibt es Quergiebel, das Dach ist ganz in Schiefer gedeckt. Die äußeren Seiten sind reich gegliedert mit Strebenpfeilern. Auf jeder Seite sind vier große, dreiteilige Maßwerkfenster. Außen sind die Maßwerke , alle Gesimse, innen die Säulen und Gliederungen aus Raßberger Sandstein.

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Der Triumphbogen vor dem Altarraum trug die Inschrift: „Jesus Christus gestern und heute und derselbe in Ewigkeit“ und im Mittelpunkt das dornengekrönte Haupt, der Altarraum war mit dunklen Mosaiksteinen ausgeschmückt. Bei dem Wiederaufbau der Kirche ist der Triumphbogen und der ursprüngliche Altarraum nicht wieder hergestellt worden.
Im Innern befinden sich dreiseitig umlaufende Emporen, die ursprünglich auch mit Bänken bestückt waren, jetzt aber bestuhlt sind.

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